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Spannung,
Romantik
und mehr
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Hexenjagd auf Nonnenwerth (Leseprobe)© Paul Dragston 2009
Die Welt schien still zu stehen, als Gottfried durch die Klosterpforte schritt. Er brauchte einen Augenblick, um zu begreifen, was er sah. Abt Johann schien gespürt zu haben, dass die Nonnen seiner Hilfe bedurften. Der gesamte Konvent hatte sich im Hof vor der Kirche versammelt, auf deren Treppe ein weißgekleideter Mönch stand, zu seinen Füßen ein nacktes Mädchen, gefesselt und kahl geschoren. Ein Hexenprozess!
»Gelobt sei Jesus Christus«, rief ihm der Mann von der Treppe aus zu. »Ihr kommt gerade Recht, Bruder, um Zeuge himmlischer Gerechtigkeit zu werden.« »Bruder Bernward«, antwortete der Weißgewandete. »Dominikaner aus Trier. Der Gütige ließ uns hier über den Rhein setzen ...« Eine Schwester des heiligen Benedikt! Gottfried starrte die Gefangene an. Was sagte Anna dazu? Der Angesprochene zögerte. Gottfried von Unkel war ein Gegner der Hexenverfolgung, dies musste ihm gerade bewusst werden. Gleichsam erinnerte sich Bernward wohl der Hexenbulle des Papstes, in der es hieß, dass niemand Widerstand wagen sollte. »So wende ich mich als Erstes an die Gefangene«, hallte seine Stimme von den Klostermauern. »Katharina Schneyder, bekennst du dich schuldig, im Bund mit dem Teufel zu stehen?« Ein kaltes Schauern ergriff Gottfried. Er kannte das Mädchen. Katharina im Bund mit dem Teufel? Ein Irrtum! [...] | |
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