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»Metall?« Ed erschrak beim Klang seiner eigenen Stimme, so angespannt waren seine Nerven. Seit Tagen war er unterwegs gewesen, um das eigenartige neue Gebilde auf COX34 zu untersuchen, das man entdeckt hatte. Bislang war dieser Planet der Entfernteste gewesen, nie hatte man es darüber hinausgeschafft. Seitdem dieses Ding sich auf dem Himmelskörper befand, war COX34 aber aus der Bahn gebracht und näherte sich dem von der Menschheit eroberten Weltraum. Und nun zeigte der Computer an, dass es sich bei diesem beinahe kreisrunden Etwas um gewöhnliches Metall handelte?

Ed wollte den Angaben auf dem Monitor nicht trauen, auch wenn er es durch das Fenster seines Raumgleiters sah. Die relativ kleine Kugel reflektierte das Licht und sah fast aus wie eine Perle. Plötzlich begannen die Angaben auf Eds Monitor zu rasen. Keine konnte er mehr lesen.
»VuThEr?«, fragte Ed in die Einsamkeit seines Gleiters.
»Tut mir leid. Nicht lesbar«, erwiderte die weibliche Stimme des Bordcomputers.
»Aber deinen Angaben nach …« Ed verstummte, als auf dem Display abwechselnd nur mehr zwei Worte aufblinkten: Error und Danger.
Sie schienen ihn zu elektrisieren, und unwillkürlich presste er sich an die Rückenlehne des Kommandosessels. »Also doch kein Metall? Was ist es dann?«
»Zu 93,8 Prozent Metall, Sir«, antwortete ihm der Computer. »Doch 6,2 Prozent des Objektes bestehen aus unbekannter Masse.«
»Organisch?« Eds Herz setzte einen Moment lang aus, um dann umso heftiger zu schlagen. Das bedeutete, er war der Entdecker einer bisher unbekannten Lebensform. Man würde ihn als Held feiern, er würde einen Orden bekommen und sehr wahrscheinlich befördert!

»Anorganisch«, bremste VuThEr seine Begeisterung. »Auch diese 6,2 Prozent weisen keinerlei Anzeichen von Leben auf.«
Ed wandte sich in seinem Sessel zu der Metallwand um, hinter der der Prozessor des Rechners angebracht war. »Sicherlich kein Leben? Aber was dann?«
VuThEr gab keine Antwort.
»Kann das Ding dann überhaupt einen ganzen Planeten aus seiner Bahn bringen, wenn es doch tot ist?«
Als der Bordcomputer wiederum stumm blieb, wurde Ed sich bewusst, dass er auf COX34 landen musste, um sich diesen im Radius 32,8 Fuß messenden Fremdkörper persönlich anzusehen, wenn selbst VuThErs hochsensible Sensoren nichts weiter ausmachen konnten als – nichts.

Er wollte gerade aufstehen, als er im Augenwinkel ein Flackern wahrnahm. Der Monitor, der ihm das Objekt wie durch eine Kamera gezeigt hatte, war ausgefallen. Lauter schwarze und weiße Punkte huschten darüber, sonst war nichts zu sehen. Im nächsten Moment war das Bild wieder klar, und Ed sah auf nichts weiter als auf die glatte Oberfläche des Metalls. Per Knopfdruck schaltete er den Tomographen ein und erhielt nun Einblick in das Objekt [...]


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